Ab ins Blaue... Elbtalaue

Holzen


Verkittete Sande in Holzen
Verkittete Sande in Holzen

Während der Saale-Eiszeit vor ca. 200 000 Jahren, sind am Eisrand sogenannte Verschüttsande abgelagert worden. Aus diesen Sanden wurde durch kohlensäurehaltiges Wasser in der Zwischeneiszeit (Eem-Interglazial) vor ca. 100 000 Jahren Kalk gelöst und mit dem Grundwasser abgeführt.
An besonderen Stellen, vermutlich, wenn das kalkhaltige Grundwasser an einem Hang nahe an die Oberfläche kam, wurde der Kalk wieder ausgefällt und verkittete die kieshaltigen Sande zu einem natürlichen Kalksandstein, auch Naturbeton genannt. Ein ähnlich großes Vorkommen, wie hier in Holzen, ist aus Polen an der unteren Weichsel bekannt. Es handelt sich bei diesen Steinen also um ein sehr seltenes geologisches Beispiel für eine Umbildung von Lockergestein in Festgestein.